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Dresscodes

Business Casual

Dresscode zwischen formellem Businesslook und legerer Freizeitkleidung, der gepflegte Lässigkeit mit Professionalität verbindet.

Business Casual ist ein Dresscode, der sich irgendwo zwischen dem klassischen Businesslook mit Anzug und Krawatte und legerer Freizeitkleidung einordnet. Entstanden ist er in den 1990er-Jahren, als vor allem US-amerikanische Technologieunternehmen den steifen Anzugzwang lockerten und den „Casual Friday” einführten — der sich bei vielen Firmen schnell auf die gesamte Woche ausweitete. Heute ist Business Casual in weiten Teilen der Arbeitswelt der dominierende Dresscode.

Was Business Casual konkret bedeutet

Das Problem an Business Casual: Es gibt keine verbindliche Definition. Die Interpretation schwankt je nach Branche, Unternehmenskultur und sogar Tagesform. Ein paar Orientierungspunkte haben sich aber etabliert:

  • Oberteil: Hemden und Blusen (auch ohne Krawatte), Poloshirts, feine Strickpullover, Blazer
  • Unterteil: Chinos, Stoffhosen, gepflegte Jeans in dunkler Waschung, knielange Röcke
  • Schuhe: Loafer, saubere Lederschuhe, gepflegte Sneaker (je nach Firmenkultur)
  • Tabu in den meisten Unternehmen: Shorts, Flip-Flops, stark ausgewaschene Jeans, Trainingskleidung

Die goldene Regel lautet: lieber etwas zu gepflegt als zu lässig. Wer unsicher ist, orientiert sich am oberen Ende der Skala.

Business Casual in der Corporate Fashion

Für Unternehmen, die Corporate Fashion einsetzen, ist Business Casual ein idealer Ausgangspunkt. Die Bekleidung wirkt professionell, lässt den Mitarbeitenden aber genug individuellen Spielraum, um sich wohlzufühlen. Typische Kombinationen in der Praxis:

  • Poloshirts mit Firmenlogo als einheitliches Element, dazu individuelle Hosen
  • Chinos oder Stoffhosen in abgestimmten Farbtönen, kombiniert mit gebrandeten Hemden
  • Blazer oder Softshelljacken für den Kundenkontakt, die das Corporate Design aufgreifen

Der Vorteil gegenüber einem strikten Anzug-Dresscode: Die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden ist deutlich höher. Wer sich in seiner Kleidung wohlfühlt, trägt sie gern — und damit auch die Marke.

Business Casual vs. Smart Casual

Die beiden Begriffe werden oft synonym verwendet, unterscheiden sich aber im Grad der Formalität. Business Casual ist näher am Business: Hemd statt T-Shirt, Stoffhose statt Jeans. Smart Casual erlaubt etwas mehr Lässigkeit und betont den modischen Aspekt stärker. In der Praxis verschwimmen die Grenzen allerdings — und jedes Unternehmen setzt die Linie anders.

Mini-FAQ

Sind Jeans bei Business Casual erlaubt? In vielen Unternehmen ja, solange es dunkle, gepflegte Jeans ohne Löcher oder starke Used-Waschung sind. Ein Denim-Hemd oder eine Jeans in Kombination mit einem Blazer kann sogar sehr überzeugend wirken.

Muss ich bei Business Casual immer einen Kragen tragen? Nicht zwingend. Ein feiner Strickpullover oder ein hochwertiges Longsleeve kann Business Casual sein. Entscheidend ist der Gesamteindruck: gepflegt, sauber, bewusst zusammengestellt.

Wie setze ich Business Casual als Firmendresscode um? Am effektivsten über klar definierte Kernstücke — etwa einheitliche Poloshirts oder Hemden mit Firmenlogo — kombiniert mit einer Guideline, die den Rahmen für die restliche Kleidung absteckt. So entsteht ein einheitliches Bild, ohne dass sich die Mitarbeitenden uniformiert fühlen.

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