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Passformen

Passform

Wie ein Kleidungsstück am Körper sitzt.

Passform beschreibt, wie ein Kleidungsstück am Körper sitzt — also das Verhältnis zwischen den Massen des Kleidungsstücks und den Körpermassen der tragenden Person. Eine gute Passform bedeutet nicht zwingend „eng”, sondern dass der Schnitt zum Körper und zum Verwendungszweck passt.

Die wichtigsten Passform-Kategorien

In der Bekleidungsindustrie haben sich standardisierte Bezeichnungen etabliert, die den Grad der Körpernähe beschreiben:

  • Slim Fit: Körpernah geschnitten, geringe Zugaben (ca. 4–8 cm Brustweite über Körpermass)
  • Regular Fit: Klassische Weite mit bequemen Zugaben (ca. 8–14 cm Brustweite über Körpermass)
  • Relaxed Fit: Legerer Schnitt mit grosszügigen Zugaben (ca. 14–20 cm über Körpermass)
  • Oversize: Bewusst überdimensioniert, Zugaben deutlich über 20 cm

Diese Angaben sind Richtwerte — jeder Hersteller definiert seine Passformen etwas anders, weshalb Grössentabellen unverzichtbar sind.

Was die Passform beeinflusst

Mehrere Faktoren bestimmen, ob ein Kleidungsstück gut sitzt:

  • Schnittführung: Abnäher, Teilungsnähte und Formgebung des Schnitts entscheiden über die dreidimensionale Form
  • Material: Ein Stoff mit 3 % Elasthan verhält sich fundamental anders als ein unelastisches Gewebe gleicher Grösse
  • Verarbeitung: Nahtzugaben, Bügelfalten und Einlagen beeinflussen den Fall und die Stabilität
  • Körperhaltung: Zwei Personen mit identischen Massen können durch unterschiedliche Haltung verschiedene Passformen benötigen

Passform in der Berufsbekleidung

Bei Corporate Fashion ist die Passform besonders relevant, weil die Kleidung über viele Stunden getragen wird — oft bei wechselnden Tätigkeiten. Ein Servicemitarbeiter, der sich ständig bückt und streckt, braucht andere Bewegungszugaben als jemand am Schreibtisch. Gute Berufsbekleidung berücksichtigt diese Anforderungen bereits in der Schnittkonstruktion.

Mini-FAQ

Was tun, wenn die Passform zwischen zwei Grössen liegt? In der Regel empfiehlt sich die grössere Grösse, besonders bei unelastischen Stoffen. Bei Stretch-Materialien kann die kleinere Grösse besser sitzen, da der Stoff sich anpasst.

Warum fällt die gleiche Grösse bei verschiedenen Marken unterschiedlich aus? Es gibt keine verbindliche Norm für Konfektionsgrössen. Jeder Hersteller arbeitet mit eigenen Grundschnitten und Zugaben. Die EN 13402 definiert zwar körpermassbasierte Grössenbezeichnungen, ist aber nicht verpflichtend.

Verändert sich die Passform nach dem Waschen? Ja, abhängig vom Material. Baumwolle kann beim ersten Waschen 3–5 % einlaufen. Polyester ist formstabiler. Hochwertige Berufsbekleidung ist in der Regel vorgewaschen oder sanforisiert, um den Einlauf zu minimieren.

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