Jefferys Jefferys
Dresscodes

Easy Wear

Kleidungskonzept, das unkompliziertes Anziehen, hohen Tragekomfort und pflegeleichte Eigenschaften in den Mittelpunkt stellt.

Easy Wear steht für Kleidung, die im Alltag möglichst wenig Aufwand verursacht — beim Anziehen, beim Tragen und bei der Pflege. Der Begriff hat sich im Modemarkt als Kennzeichnung für unkomplizierte, alltagstaugliche Teile etabliert, die funktionieren, ohne dass man gross darüber nachdenken muss. Typisch: bequeme Schnitte, pflegeleichte Materialien und eine Optik, die zu vielen Anlässen passt.

Merkmale von Easy Wear

Kleidung, die als Easy Wear durchgeht, vereint in der Regel mehrere dieser Eigenschaften:

  • Pflegeleichtigkeit: Maschinenwaschbar, bügelfrei oder bügelarm, trocknergeeignet
  • Bequeme Passform: Genug Bewegungsfreiheit, ohne schlabbrig zu wirken — häufig Regular oder Relaxed Fit
  • Unkompliziertes An- und Ausziehen: Elastische Bünde, Druckknöpfe statt Knopfleisten, Schlupfformen
  • Kombinierbarkeit: Neutrale Farben und schlichte Schnitte, die sich mit vielen anderen Teilen tragen lassen
  • Strapazierfähigkeit: Materialien, die auch häufiges Waschen und intensives Tragen verzeihen

Easy Wear in der Berufsbekleidung

Gerade in der Corporate Fashion ist Easy Wear kein Luxus, sondern eine Grundanforderung. Berufsbekleidung wird täglich getragen, regelmässig gewaschen und muss trotzdem über Monate hinweg gut aussehen. Mitarbeitende haben wenig Geduld für Kleidung, die ständig gebügelt, von Hand gewaschen oder vorsichtig behandelt werden muss.

Deshalb setzen viele Corporate-Fashion-Konzepte bewusst auf Easy-Wear-Prinzipien:

  • Mischgewebe mit Polyesteranteil, die formstabiler sind und schneller trocknen als reine Baumwolle
  • Stretch-Anteile (2–5 % Elasthan), die Bewegungsfreiheit sichern, ohne die Optik zu verändern
  • Industriewäsche-Tauglichkeit bei Kleidung, die zentral gepflegt wird
  • Farbechte Stoffe, die auch nach der fünfzigsten Wäsche nicht ausbleichen

Easy Wear vs. Casual

Easy Wear und Casual werden manchmal gleichgesetzt, meinen aber nicht dasselbe. Casual ist ein Stil — er beschreibt, wie Kleidung aussieht. Easy Wear ist ein Funktionskonzept — es beschreibt, wie Kleidung sich verhält. Ein Hemd kann formal aussehen und trotzdem Easy Wear sein, wenn es knitterfrei, pflegeleicht und bequem geschnitten ist. Umgekehrt kann ein Casual-Teil durchaus pflegeintensiv sein (etwa ein empfindliches Leinenshirt).

Worauf bei der Auswahl zu achten ist

Wer Easy Wear für den beruflichen Einsatz sucht, sollte auf folgende Punkte achten:

  • Pflegeanleitung prüfen: „Maschinenwaschbar bei 60 °C” ist ein gutes Zeichen. „Nur Handwäsche” disqualifiziert ein Stück für den Arbeitsalltag
  • Formstabilität testen: Das Material sollte nach dem Waschen nicht einlaufen und den Schnitt behalten
  • Stoff anfassen: Easy Wear fühlt sich beim ersten Griff angenehm an — kein Kratzen, kein unangenehmer Glanz
  • Verschlusslösungen bedenken: Gerade bei Berufsbekleidung, die häufig an- und ausgezogen wird (z. B. Schürzen, Überjacken), sparen durchdachte Verschlüsse Zeit und Nerven

Mini-FAQ

Ist Easy Wear weniger hochwertig? Nein. Pflegeleichtigkeit und Qualität schliessen sich nicht aus. Hochwertige Mischgewebe oder technische Baumwolle können sowohl langlebig als auch unkompliziert in der Pflege sein.

Welche Materialien eignen sich besonders für Easy Wear? Polyester-Baumwoll-Mischungen (z. B. 65/35), Stretch-Popeline und Funktionsjersey sind Klassiker. Auch Lyocell (Tencel) bietet gute Easy-Wear-Eigenschaften: weich, knitterarm, maschinenwaschbar.

Gibt es Easy Wear auch für formelle Anlässe? Ja. Bügelfreie Hemden, Stretchanzüge und knitterarme Kostümstoffe machen formelle Kleidung alltagstauglicher, ohne dass sie weniger elegant wirkt.

Zertifizierungen & Partner

GOTS Zertifiziert
Grüner Knopf
Oeko-Tex
German Fashion
Deutscher Nachhaltigkeitskodex
Size Germany